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Magura MT8 Prototyp Testbericht

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Ein Gastbeitrag von Christian Gaal

So, jetzt endlich ist es soweit und ich kann euch die ersten Eindrücke zu Maguras neuer MT-8 schreiben. Die Bremse kommt im 2. Quartal 2011 auf den Markt und wird Maguras neues Flaggschiff. Gefahren bin ich einen der sehr wenigen momentan existenten Prototypen…

Gefahren bin ich einen der sehr wenigen momentan existenten Prototypen.

MT8 Griff
Das besondere ist die Verwendung von Carbon am kompletten Bremsgriff. Wie ihr auf den Bildern sehen könnt ist nicht nur der Hebel, sondern auch der ganze Griff mit verschiedenen Carbonverbünden gebaut. Magura hat hierzu das Carboflow und Carbotecture-Verfahren eingeführt, mit dem die Fasern ausgerichtet werden können.

Die „Aussenhaut“ der Bremse ist so schon serienreif, Änderungen erfolgen jetzt noch am Innenleben. Der Bremshebel ist Flip-Flop gebaut, also rechts und links einsetzbar. Im Hebel sind die Klemmschrauben eingelassen, es wird an der Lenkerschelle also über eine Mutter geklemmt und somit werden keine Gewinde ausgerissen. Der ganze Hebel ist leicht wie eine Feder und liegt sehr gut in der Hand. Mal abgesehen davon, dass die Optik wirklich der Hammer ist. Die Bremszange ist eher unauffällig, spiegelt etwas die Linien des Bremsgriffs wieder und hat eine schöne rot eloxierte Abdeckung. Carbon kommt hier nicht zum Einsatz, da Alu wärmeableitend ist (und Carbon schließlich nicht). Die Bremsbacken sind magnetisch, die Beläge werden daher von oben eingeführt, mit einer T25-Schraube fixiert und halten somit ohne Feder auf den Kolben. Für die gesamte Bremsanlage wird ebenfalls nur der T25 benötigt, verschiedene Inbus/ Torxschrauber gehören damit der Vergangenheit an.

Eindruck: Hoch/ Höchstwertig kommt sie daher, die MT-8. Leicht wie die Sau und filigran wie sonst was schaut der Traum aller Gewichtsfetischisten aus. Spontan hätte ich einen flexenden Griff erwartet, aber nada, verwindungssteif hoch 3. Ein sehr angenehm dosierbarer Schleifpunkt trifft beim Bremsen auf einen sehr gut definierten Druckpunkt. So kommt kein Gefühl der Unsicherheit auf, und die Bremse bleibt doch auch Dosierbar. Nach dem Testwochenende leider ohne alpine Abfahrt bin ich trotzdem optimistisch, dass sie trotz ihrer „zarten“ Bauweise auch sehr standfest in hartem Geläuf sein wird.

Getestet hab ich sie auf einer 30km Tour um Bad Urach, dem Firmensitz Maguras, an einem Liteville 301, und im gleichen Gebiet auch in einigen Shuttleabfahrten an meinem Yeti 303. Bei beiden Rädern verhielt sich die Bremse absolut unproblematisch. Lediglich am 301 hörte sie hinten nicht auf zu quietschen, was aber nicht an der Bremse, sondern an der Rahmenaufnahme lag.
Mit einem Wort: Die Bremse ist hammergeil! Einen offiziellen Preis gibt es leider noch nicht, es kommen in Vorserie auf jeden Fall 888 Stück handsigniert an Vertragsfahrer/partner etc. raus.
Wer der guten, alten Gustav M. nachtrauert: Dieses Jahr werden die allerletzten 1000 produziert, der komplette Satz kostet 249.-!!! Ein hammerpreis für die wohl legendärste Bremse der Welt!!!
So, falls Ihr Fragen habt, fragt einfach und ich werde euch so gut ich kann, alles beantworten.

Viele Grüße,
Chris

und noch ein paar Fotos für euch:

 


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