logo-mini

Kona Operator FR 2011 Testbericht

Teilen

Kona Operator FR 2011 Testbericht

Und hier kommt auch schon der nächste Testbericht der neuen Kona Operator Serie. Unser erster Testbericht war über den Kona Supreme Operator, das Topmodel der Operator Serie. Nun haben wir uns das günstigste Modell in der Serie angesehen. Dieses Mountainbike ist auf jeden Fall sein Geld wert. Es bietet genug Aufrüstmöglichkeiten und ist auch mit der Standardaustattung ein Spaßgerät, das jedem gewöhnlichen Freizeit-Biker völlig ausreichen sollte.

Nach unserem Testbericht über den Kona Supreme Operator bekamen wir nun auch die Möglichkeit den kleinen Bruder zu testen, den Kona Operator FR

Testbike: Kona Operator FR 2011

Rahmen: Kona DH 7005 Aluminium 200mm Travel (M)
Farbe: Brushed Silver
Dämpfer: Fox Van R
Federgabel: RockShox Domain R CL 180mm w/20mm TA
Antrieb: FSA Moto
Kettenblatt: PC Bash/34T
Pedale: Kona JackShit Primo
Kette: SRAM 951 PowerChain
Kassette: SRAM 950 PowerGlide 11-34 9 spd
Kettenführung: E*13 FreeChucker
Schaltwerk: SRAM X-7
Bremsen: Avid Code R 203mm/185mm
Steuersatz: FSA Orbit 1.5 ZS NO.57
Lenker, Vorbau, Sattelstütze: Kona DH
Klemme: Kona Clamp
Griffe: Kona G-LOG
Sattel: WTB Pure V Race
Naben: Formula
Speichen: Sandvik Stainless 14g
Felgen: Sun MTX 33 SL
Reifen: Maxxis DHF 26×2.5

Teststrecken: ein anspruchsvoller technischer Trail (Lehm Boden), einfacher schneller Trail (Wiese mit abschließender Waldpassage)

Wetter: Sonnig, Warm, Trocken

Testfahrer: Anton Warkentin (DH/FR Anfänger)

Optik

Genau wie sein großer Bruder sieht auch der Opearor FR top aus. Er ist mit seiner Brushed Silver Lackierung zwar nicht so auffällig wie der Supreme Operator und hat auch keine goldene Akzente, fällt aber dennoch alleine schon aufgrund seiner Formen und des Glanzes auf. Insgesamt ist der Operator FR eher schlicht und zurückhaltend gestaltet, keine grellen Farben, nur Silber, Weiß und Schwarz. Das könnte dem einen oder dem anderen natürlich besonders gut gefallen.

Auch an diesem Modell wurde ein weißer Sattel verbaut, der unserer Meinung nach für ein Freeride oder Downhill Bike nicht sonderlich gut geeignet ist. Dafür wurden hier aber schon mal schwarze Griffe verbaut, was schon ein Schritt in die richtige Richtung ist.

Und natürlich darf auch hier das Markenzeichen der Kona Designer nicht fehlen. Silberne Speichen sind selbstverständlich mit an Bord, allerdings mit dem Unterschied, dass sie hier im Vergleich zum Supreme Operator auch in die Gesamtoptik passen – man bleibt hier den drei Farben – Schwarz, Weiß und Silber – treu.

Ausstattung

Die Ausstattung des Operator FR kommt natürlich bei weitem nicht an die Ausstattung des Supreme Operators ran. Als Dämpfer wurde hier lediglich ein Fox Van R verbaut, der außer Rebound und Federvorpannung keinerlei Einstellungsmöglichkeiten bietet. Auch die Federgabel bietet nicht mehr Einstellungsmöglichkeiten, nur Rebound. Natürlich kann man noch die Härte durch das Austauschen der Federn einstellen. Das ging bei der Boxxer WC aber viel einfacher – Luft rein pumpen und losfahren!

Unglücklicherweise haben wir zudem noch ein Bike mit einer defekten Bremse bekommen, was wir erst bei der Testfahrt festgestellt haben. Offensichtlich waren die Belege der Vorderradbremse verölt oder irgendwie anderweitig beschädigt, sodass wir nur noch eine Bremse zur Verfügung hatten, welche dann logischerweise die komplette Belastung abbekommen hat. Wie die Bremsscheibe dann ausgesehen hat, könnt ihr auf den Fotos sehen.

Auch der Rest der Ausstattung war nicht überwältigend, aber unserer Meinung nach völlig ausreichend – ein X-7 Schaltwerk von SRAM, Kettenführung von E*13, Antrieb von FSA. Diese Ausstattung wäre wohl nichts für schwache Nerven und selbsmordgedankenbehaftete Ausfahrten, für einen normalen Hobby-Biker reicht das aber völlig aus um eine Menge Spaß auf dem Hometrails und im Bikepark zu haben. Außerdem kann man das Bike beliebig aufrüsten, da alle Rahmen in der Operator Serie baugleich sind. Lediglich die Farben variieren. Aus dem Supreme FR könnte man also genau so ein Downhillbike aufbauen.

Fahrverhalten

Das Kona Operator FR Bike wurde ebenfalls auf zwei verschiedenen Strecken ausgefahren, zwar nicht auf denselben wie das Supreme Operator, aber auf ziemlich ähnlichen.

Für die erste Strecke (technisch, anspruchsvoll) war das Bike wie geschaffen. Dadurch, dass wir diesmal das Bike mit dem Rahmen in Größe M bekommen haben, konnten wir es so richtig schön in die engen Steilkurzen legen und auch über zahlreiche Doubles und kleinere Drops jagen, ohne auch nur ein Mal das Gefühl von Unsicherheit gehabt zu haben. Auch die Federung hat dieses Mal perfekt mitgespielt, da in einem M Rahmen auch eine weichere Feder verbaut war. Diese Ausfahrt war die beste, die wir bis jetzt hatten! Hier hat uns auch die Bremse keine Kopfschmerzen bereitet, da man auf dem Trail nicht so schnell wurde, dass man unbedingt zwei Bremsen gebrauchen konnte.

Entgegen unseren Befürchtungen hat sich das Kona Operator FR aber auch auf dem schnellen Trail erstaunlich wohl gefühlt. An diesem Trail waren wir bis jetzt noch nie so schnell unten angekommen, was natürlich auch an der intakten Vorderradbremse liegen kann. Genau an dieser Stelle musste die Hinterradbremse leiden und die Bremsscheibe ihre nun braune Farbe annehmen.

Aus diesen Erfahrungen kann man aber auch auf das Fahrverhalten der Supreme Operators Rückschlüsse ziehen, das uns in Größe L nicht ganz überzeugt hat. Wäre dort ebenfalls ein M Rahmen verbaut worden, würden wir das Bike wohl nie wieder Zurückgeben wollen.

Fazit

An dieser Stelle kann man nicht viel sagen. Das Kona Operator FR ist eine Spaßkanone für den kleinen Geldbeutel. Das Bike bekommt man komplett schon für 2399,- Euro. Zwar ist die Ausstattung nicht sonderlich toll, für einen normalen Hobby-Biker aber völlig ausreichend. Und sollte es mal knapp werden, kann man das Bike nach Belieben aufrüsten, da alle Rahmen der Operator Serie absolut baugleich sind. Sollte einem also ein Freerider irgendwann nicht mehr ausreichen, kann er aus diesem auch einen Downhiller bauen, oder was einem halt so in den Sinn kommt.

Wer auf schlichtes aber durchdachtes Design steht, ist mit dem Operator FR auch bestens bedient, Silber, Schwarz und Weiß sind die Farben dieses Mountainbikes.

Im Fahrverhalten hat uns das Operator FR Bike komplett überzeugt, sowohl auf den technischen als auch auf schnellen Passagen/Trails.

Eine klare Kaufempfehlung also!

mm

Anton Warkentin

1987 in Omsk, Russland geboren - 2000 nach Deutschland gezogen - 2015 Bachelor of Science in Wirtschaftsinformatik - heute Product Owner & Agile Leader


Kommentar hinterlassen