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individueller KettenStrebenSchutz iKSS von zwosix – Testbericht

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individueller KettenStrebenSchutz iKSS von zwosix – Testbericht

Habt ihr schon mal daran gedacht, einen Individuellen Kettenstrebenschutz anzufertigen, mit einem eigenen Schriftzug oder Logo? Nein? Ich auch nicht, aber zwosix hatte diese Idee und hat sie auch umgesetzt. Und ich habe den iKSS von zwosix für euch getestet und teile nun meine Testergebnisse mit euch…

Testprodukt

iKSS von zwosix
Größe: M (7,5-10 cm Umfang)
Farbe Material/Druck: navy blau/weiß & schwarz/weiß

 

 

Produktbeschreibung (Hersteller)

Der individuelle Kettenstrebenschutz iKSS von zwosix bietet durch die einzigartige Gestaltungsfreiheit ein besonderes Design und verleiht jedem Bike eine eigenständige Optik. Für den individuellen Look stehen verschiedene Farben, Schriftarten und Größen zur Verfügung. Selbst eigene Logos lassen sich umsetzen – der Kreativität sind dabei fast keine Grenzen gesetzt.

Nebenbei sorgt der Kettenstrebenschutz mit einer hochwertigen Verarbeitung, der konischen Schnittform und widerstandsfähigem Neopren für eine optimale Passform bei allen Bikes und bestmöglichen Schutz vor Kratzern und Kettenschlägen.

Optik

Allgemein

Optisch stellt der iKSS von zwosix auf jeden Fall eine abwechslungsreiche Alternative zu dem herkömmlichen Kettenstrebenschutz, der meisten schwarz ist und mit einem Logo des Herstellers versehen ist. Beim iKSS kann der Kunde die Farbe seines Schutzes aussuchen, zwar aus einer beschränkten Menge von Farben, aber anders wäre es wohl auch kaum umsetzbar. Neopren in allen RAL-Farben auf Lager zu haben kann man wohl kaum einem Unternehmen zumuten. Folgende Farben stellt der Hersteller zur Auswahl: schwarz, toro rot, braun, navy, leucht-orange, bordeaux, oliv, hellgrau, royalblau, neongelb, pink, weiß, neongrün, türkis, natur und hellblau. Beim Schriftzug hat man die Wahl zwischen folgenden Farben: schwarz, toro rot, grün, navy, gold, bordeaux, silber, hellgrau, colligate gold, lila, lemon, weiß, gelb und royal . Weitere Farben erhält man auf Anfrage.

Der Kennenstrebenschutz wird im FLEXdesign geliefert, d.h. er kann beidseitig eingesetzt werden. Eine Seite des iKSS ist allerdings immer schwarz und mit dem Logo des Herstellers (zwosix) bedruckt.

Schriftzug

Für den Schriftzug stehen zwei Standardschriftarten und sechs weitere Varianten zur Auswahl. Der Schriftzug kann einfarbig oder mehrfarbig sein. Auf Anfrage lassen sich sogar eigene Schriftarten verarbeiten. Hat man keine genaue Vorstellung von einer Schriftart, kann man sich von zwosix auch einige Designvorschläge zuschicken lassen. Auch eigene Logos lassen sich auf den iKSS drucken. Um das alles mal kurz zusammenzufassen – es ist eigentlich so gut wie alles möglich.
Unser Testexemplar wurde in der Farbe navy (blau) mit weißem Schriftzug „iKSS by zwosix“ ausgeliefert. Die Rückseite ist, wie erwähnt, schwarz mit weißem zwosix-Logo (siehe Bilder oben).

Farbliches Zusammenspiel

Nur einen kleinen Kritikpunkt gibt es bei der Optik des iKSS. Es wäre vielleicht sinnvoll, den Klettverschluss in derselben Farbe zu verwenden wie die Wunschfarbe des Kettenstrebenschutzes ist, also in unserem Fall navy (blau). Dadurch würde der iKSS einheitlicher/stimmiger aussehen.

NACHTRAG: Die Farbe des Klettverschlusses wurde bewusst so gewählt. Er ist schwarz da sich die Farben des Neoprens von den Farben des Klettverschlusses unterscheiden würden. So ist zum Beispiel das Blau beim Neopren ein anderes als bei dem Klettverschluss, was natürlich auch nicht sonderlich hochwertig aussehen würde. Außerdem muss ich zugeben, dass wenn man den iKSS dann doch auf die schwarze Seite drehen würde, würde es mit einem blauen Klettverschluss noch viel seltsamer aussehen Insofern nehme ich meine Kritik an der Farbe des Verschlusses zurück.

Verarbeitung

Nun kommen wir zu der Verarbeitung des iKSS. Hier habe ich die verwendeten Materialien, die Umsetzung und die Qualität des Druckes mal genauer angesehen.

Die Enden des iKSS

Auf den ersten Blick erscheint der iKSS gut verarbeitet zu sein. Das einzige, was sofort auffällt, sind die Enden des Kettenstrebenschutzes, welche nach dem Zuschneiden nicht weiter bearbeitet wurden. Zudem wurden bei unserem Testexemplar die Schnitte nicht ganz sauber durchgeführt. Das bemerkt man allerdings wirklich nur, wenn man sehr genau hinsieht. Man könnte dies natürlich damit rechtfertigen, dass jedes iKSS in Handarbeit angefertigt wird und somit ein Unikat darstellt. Ich habe den iKSS jedoch ebenfalls mit nur einer Schere um ca. 5 mm gekürzt und mein Schnitt sah doch wesentlich sauberer aus.

Einerseits würden diese Enden besser aussehen, wenn man sie mit einer Overlock-Nähmaschine besticken würde. Das würde den iKSS hochwertiger erscheinen lassen und die ansonsten offenen Enden widerstandsfähiger machen. So wäre die Gefahr, dass sich der Stoff vom Neopren löst, erheblich verringert worden. Dies hat allerdings nur dann einen Sinn, wenn der iKSS in seiner vollen Länge belassen wird. Würde man den Kettenstrebenschutz kürzen wollen, wäre diese Verarbeitung sinnlos. Und genau aus diesem Grund hat zwosix diese Enden auch nicht weiter bearbeitet. Der Hersteller möchte dem Kunden die Option offen halten, seinen Kettenstrebenschutz auf entsprechende Länge anpassen zu können, indem er den iKSS einfach auf die nötige Länge zuschneidet.

Kürzen des iKSS

Das Zuschneiden des Kettenstrebenschutzes führt allerdings zum nächsten Problem. Eine Naht wird am Schluss meistens mehrfach übereinander gelegt, damit sich diese nicht löst. Schneidet man den iKSS an einem Ende ab, entfernt man diese Schluss-Naht und die normale einfache Naht löst sich sehr schnell. Das erfordert nicht ein Mal großen Aufwand. Dadurch löst sich das Klettband nach und nach vom Neopren. Somit ist die Option mit dem Zuschnitt auf nötige Größe eigentlich überflüssig, da sie den iKSS nur schädigt. Ich würde also dringend davon abraten den Kettenstrebenschutz zu kürzen. Und bei dieser Entwicklung könnte der Hersteller die schmalen Seiten des iKSS dann eben doch, wie oben beschrieben, „veredeln“.

Materialien

Und so sind wir auch schon bei dem nächsten Punkt abgekommen und zwar den verwendeten Materialien. Das Neopren scheint wirklich von hoher Qualität zu sein. ich habe die offenen Enden des iKSS stark belastet – gedehnt, gerieben, gezerrt usw. – dennoch konnte ich den Stoff nicht dazu bringen, sich vom Neopren zu lösen. Vom Reißen kann da auch kaum die Rede sein. Das Neopren ist sehr wiederstandsfährig.

Bei dem Klettverschluss kommt allerdings die Frage auf, warum die beiden Hälften des Verschlusses verschiedene Breiten und Längen haben. Der Filzteil des Verschlusses ist doppelt so Breit wie der Teil mit den Häkchen und etwa einen halben cm länger. Da muss beim Zuschnitt was schief gelaufen sein.

NACHTRAG: Ich habe erfahren, dass hinter den verschiedenen Breiten der beiden Hälften des Verschlusses ein tieferer Sinn steckt. Und zwar soll das dem Nutzer die Möglichkeit geben die Weite des iKSS mit Hilfe des Verschlusses noch ein wenig zu variieren, ohne das der äußere Teil absteht und sich mit Schmutz zusetzt. Somit ist das natürlich keine Verarbeitungsmangel. Meiner Meinung nach jedoch überflüssig, da der iKSS ja in vier verschiedenen Standardgrößen angeboten wird und per Anfrage sogar in Sondergrößen erhältlich ist.

Druck

Von der Qualität des Drucks war ich allerdings positiv überrascht. Als ich die Beschreibung gelesen habe, hat mich der Ausdruck „Transferdruck“ etwas zurückgeschreckt, da ich dabei an die billigen Transferfolien denken musste, mit den auch T-Shirts „bedruckt“ werden. Umso angenehmer war die Überraschung, als ich den iKSS in meinen Händen hielt. Der Druck ist sehr hochwertig und hat mit den Transferfolien nichts zu tun. Es handelt sich dabei eher um einer Art Gummi, welches in Form der Buchstaben auf den Stoff geschweißt wurde. Der Schriftzug ist zwar nicht so elastisch, wie das Neopren, jedoch elastisch und fest genug um den normalen Belastungen standzuhalten. Ich habe den iKSS an den bedruckten Stellen stärker belastet, als es im Einsatz je der Fall sein wird – der Schriftzug blieb da, wo er hingehört. Er ist nicht gerissen und hat sich auch nicht abgelöst. Nur an den nach innen geeckten Stellen konnte ich den Druck dazu bringen, ein wenig einzureißen, aber auch das nicht weiter als 1 mm. Im normalen Einsatz würde das allerdings wohl nie so weit kommen.

Passform

Und nun komme ich zu der wohl interessantesten Frage: Wie sieht der iKSS eigentlich am Bike aus? Auch das habe ich für euch natürlich getestet und zwar an meinem NS-Bikes Suburban Hardtail.

Den iKSS gibt es standardmäßig in 4 Größen S (5,5 – 7 cm Umfang), M (7.5 – 10 cm Umfang), L (10,5 – 13 cm Umfang) und XL (13,5 – 16 cm Umfang). Alle iKSS sind grundsätzlich 24,5 cm lang. Um mit hoher Sicherheit die richtige Größe zu bestellen, sollte man sich ein Messband zur Hilfe nehmen und die Kettenstrebe an der breitesten Stelle abmessen. Das soll laut zwosix die Stelle sein, die am nächsten zum Tretlager ist. Warum gerade an der breitesten Stelle? Deshalb, weil der iKSS eine konische Form besitzt. Er ist also hinten schmaler als vorne. Das soll eine perfekte Passform garantieren.

Ich hatte leider kein Messband da, und musste mit einem Lineal zu Recht kommen. Leider habe ich mich etwas vermessen und einen etwas zu großen iKSS angefordert. Am schmalen Ende sitzt der iKSS auf meinem Suburban nahezu perfekt, an dem breiten Ende ist es leider etwas zu breit, was mich zum nächsten Kritikpunk bringt. Bei der Konstruktion meins Rahmen wurden Rohre mit konstantem Durchmesser verwendet, diese wurden am vorderen Ende der Kettenstrebe lediglich zusammengedrückt um eine angemessene Reifenfreiheit zu garantieren – der Umfang der Strebe bleibt jedoch von vorne bis hinten gleich. Auch bei dem Agent!Bikes Orange, den ich davor besaß, hatte die Kettenstrebe einen konstante Umfang – bei diesem Rahmen wurden Vierkantrohre mit ebenfalls konstanten Umfang verwendet.

So bin ich bei der Frage angekommen, ob es wirklich notwendig sei den iKSS konisch anzufertigen? Meiner Ansicht nach nicht. Mir ist wohl bewusst, dass es Rahmen gibt, bei den der Umfang der Kettenstrebe nicht konstant bleibt, aber bilden solche Rahmen die Mehrheit? Falls nicht, wäre es vielleicht sinnvoller den iKSS mit konstantem Umfang anzubieten. Alternativ könnte man natürlich dem Kunden auch die Möglichkeit geben zwischen konisch zulaufendem iKSS und einem mit konstantem Umfang auszuwählen. Ich persönlich würde definitiv zum letzteren greifen.

Was mich auch noch ein wenig aus dem Konzept gebracht hat, war Folgendes. Ich habe den iKSS zunächst mit der blauen Seite nach außen angebracht, da hat ja alles soweit gepasst. Als ich den iKSS jedoch mit der schwarzen Seite nach außen anbringen wollte, wirkte der Kettenstrebenschutz gleich um etwa 1 cm weiter. So lagen die beiden Verschlusshälften so weit übereinander, dass sie kaum noch gegriffen haben. Ich vermute, dass es wohl daran liegt, dass der Verschluss an der äußeren Seite (in unserem Fall an der blauen Seite) angenäht wird, und somit weiter von der Kettenstrebe entfernt ist, wenn die äußere Seite des iKSS nach außen zeigt. Möchte man den iKSS mit der schwarzen Seite nach außen anbringen, liegt der Klettverschluss an der Kettenstrebe an und verliert somit am Umfang. Das sollte man beim Kauf eventuell auch berücksichtigen.

Preis

An diesem Punkt kommen wir selbstverständlich auch nicht vorbei, denn jeder von euch möchte mit Sicherheit auch wissen, was diese grenzenlose Gestaltungsfreiheit kostet.

iKSS mit zwosix Logo: 9,95 Euro

iKSS mit individuellem Text: 13,95 Euro

zusätzlich könnt ihr den iKSS in Form einer Geschenkkarte verschenken. So kann sich der Empfänger seinen iKSS unabhängig von euch gestalten und an seine Adresse liefern lassen. Kostenpunkt ebenfalls 13,95 Euro.

Hinzu kommen noch die Versandkosten von 2,20 Euro Deutschlandweit. Ab 5 Stück kostet der Versand 3,90 Euro.

Bei dem Service und den Gestaltungsfreiheiten ist das meiner Meinung nach auf jeden Fall ein gerechtfertigter Preis.

Fazit

Wer ein wenig mehr Freiheit bei der Farbwahl der Komponenten haben möchte, um sein Fahrrad bis ins kleinste Detail seinen Vorstellungen entsprechend zu gestalten, wird am iKSS von zwosix kaum vorbeikommen können. zwosix bietet mit dem individuellen Kettenstrebenschutz so viel Gestaltungsfreiheit wie kein anderer mir bekannter Hersteller in diesem Segment. Beachtet man meine Hinweise, was zum Beispiel das Kürzen betrifft, wird man mit dem iKSS von zwosix wohl einige Zeit gut bedient sein. Am Schluss bestellt man sich vielleicht auch ein zweites, weil man das alte nicht mehr sehen kann, obwohl es noch gar nicht kaputt ist.

Hier überzeugt iKSS

  • nahezu grenzenlose Gestaltungsfreiheit
  • hochwertiges Neopren
  • hochwertiger Druck

Hier schwächelt es noch ein wenig

  • der Zuschnitt könnte noch ein wenig genauer erfolgen
  • die Enden könnte man noch veredeln (Overlock)
  • standardmäßig nur konusförmig
  • Optisch ist der iKSS nahe zu perfekt, auch die Verarbeitung überzeugt bis auf ein paar Kleinigkeiten. Wenn man dann bei der Bestellung auf die von mir erwähnten Punkte achtet und ein paar Sonderwünsche äußert, erhält man ein perfektes Styling-Produkt für jedes Fahrrad.

Was sollt ihr beachten?

  • Konische oder gerade Kettenstrebe?
  • Umfang möglichst genau ausmessen
  • die Enden sollten bestickt werden
  • die Länge des iKSS berücksichtigen, im Notfall lieber eine Sonderlänge bestellen
  • Ansonsten könnt ihr den iKSS so gestalten, wie ihr wollt.

Und genau das werde ich auch mal machen und mir mein eigenes persönliches Exemplar anfertigen lassen.

mm

Anton Warkentin

1987 in Omsk, Russland geboren - 2000 nach Deutschland gezogen - 2015 Bachelor of Science in Wirtschaftsinformatik - heute Product Owner & Agile Leader


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